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Attersee am 31.08.2026 – Zwei Spezialtaucher haben am Montag das abgestürzte Kleinflugzeug aus dem Attersee geborgen.
Die beiden Männer stiegen bei Steinbach am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) in eine Tiefe von 163 Metern ab, um das Wrack zu sichern. Nachdem mehrere Versuche mit Tauchrobotern zuvor gescheitert waren, hatte die Wasserrettung Oberösterreich einen Oberösterreicher und dessen Tauchlehrer aus Deutschland angefordert. Der entscheidende Tauchgang begann gegen 10.00 Uhr.
Laut Gerald Berger, Landesleiter der Wasserrettung Oberösterreich, erreichten die Spezialtaucher das Flugzeugwrack an einer der tiefsten Stellen des Sees innerhalb von 15 Minuten. Die Bergeleine wurde in nur wenigen Minuten befestigt. Für Taucher Markus Sturm lag die eigentliche Herausforderung weniger in der Tiefe als in der notwendigen Dekompressionszeit beim Auftauchen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Hinzu kamen Dunkelheit und Kälte, die ab einer Tiefe von 20 Metern zunehmen und in 163 Metern voll ausgeprägt sind.
Bereits in den Tagen zuvor hatten Wasserrettung, Feuerwehr und Polizei einen detaillierten Bergungsplan ausgearbeitet. Aufgrund der extremen Tiefe waren besondere Sicherheitsvorkehrungen und Spezialausrüstung erforderlich. „Das sind zwei Profis. Man braucht dafür eine Spezialausbildung und eine Spezialausrüstung“, betonte Berger.
Nach dem erfolgreichen Anbringen der Bergeleine wurde das Flugzeugwrack über eine Plattform und mit einer Seilwinde langsam nach oben gezogen. Gegen 13.00 Uhr befand sich das Wrack nur noch wenige Meter unter der Wasseroberfläche. Um kurz nach 15.00 Uhr wurde das Kleinflugzeug schließlich mit Tragegurten an einem mobilen Kran an Land gehoben.
Entlang des Ufers verfolgten zahlreiche Schaulustige die aufwendige Bergung. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und errichtete einen Sichtschutz. Das Landeskriminalamt war vor Ort. Für die Einsatzkräfte hatte die Bergung auch deshalb große Bedeutung, weil sich die Leichen der beiden Unfallopfer noch im Flugzeug befanden. „Natürlich wünschen sich die Angehörigen, dass die Personen wieder an die Oberfläche gebracht werden“, so Berger. Das Wrack soll nun zur Klärung der Absturzursache beitragen.
Das zweisitzige Kleinflugzeug war am Mittwoch bei einem Schulungsflug abgestürzt. An Bord befanden sich eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer aus Deutschland. Nach einem plötzlichen Kontaktabbruch gegen 11.23 Uhr sank die Maschine auf den Grund des Attersees. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
Quelle: ORF OÖ